Nach der vierten Klasse beginnt für viele Kinder eine neue Phase – eine Zeit des Übergangs, der Orientierung und des persönlichen Wachstums. In dieser Zeit entwickeln sie ein starkes Interesse daran, ihre Welt zu verstehen: Sie stellen Fragen nach Zusammenhängen, erforschen Ursachen und Wirkungen und setzen sich zunehmend mit Themen wie Gerechtigkeit und Verantwortung auseinander. Gleichzeitig wächst ihre Vorstellungskraft, und sie entdecken mit großer Neugierde Sprache, Mathematik und die vielfältigen Strukturen unserer Welt.
Viele Eltern wünschen sich in diesem Moment eine Lernumgebung, in der ihr Kind nicht nur fachlich gefördert wird, sondern auch als Persönlichkeit wachsen kann.
Unsere drei Mittelstufenklassen (5. und 6. Klassen) mit i. d. R. 25 Schüler*innen pro Klasse sind jahrgangsgemischt organisiert und werden im Ganztag von einer Klassenlehrkraft und einer pädagogischen Zweitkraft geführt.
Die altersgemischten Gruppen fördern Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
Unsere drei Mittelstufenklassen (5. und 6. Klassen) mit i. d. R. 25 Schüler*innen pro Klasse sind jahrgangsgemischt organisiert und werden im Ganztag von einer Klassenlehrkraft und einer pädagogischen Zweitkraft geführt.
Die altersgemischten Gruppen fördern Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.
Für Kinder, welche ab der 5. Klasse an die MONTESSORI Schule Nürnberg wechseln möchten, gibt es immer wieder einzelne Plätze, welche durch Wegzug der Familie o. Ä. verfügbar werden.
Für das Schuljahr 2026/2027 planen wir die Eröffnung einer weiteren 5. Klasse mit 25 Plätzen, welche neu besetzt werden können.
Alle Kinder, die in eine der üblichen Grundschulen eingeschult werden könnten, können auch die MONTESSORI Schule besuchen. Dazu gehören auch Kinder mit Behinderung. Es ist uns dabei wichtig, dass deren Eltern sich für das MONTESSORI Konzept entscheiden und zu Hause nach ähnlichen Prinzipien erziehen.
Unser Tag der Offenen Tür 🔗 findet jedes Jahr Anfang Oktober statt und bietet Ihnen die ideale Gelegenheit, unsere Einrichtung kennenzulernen. Für Interessierte Eltern bieten wir im Herbst weitere Informationsabende oder Hausbesichtigungen an.
🛈 Für einen Schuleinstieg ab der 5. Klasse müssen Sie keine Bewerbungsfrist beachten.
Um sich zu bewerben füllen Sie bitte den Anmeldebogen aus und reichen diesen im Schulsekretariat ein – per Post, E-Mail oder gerne persönlich.
Schnuppertermine für Schüler*innen finden i. d. R. im April statt. Bei später eingegangenen Bewerbungen entscheiden wir individuell über einen Schnuppertermin.

Damit die Kinder vor dem Unterrichtsbeginn noch Zeit haben einander von den Erlebnissen auf dem Schulweg zu berichten, ihre Freiarbeit am nachmittag zu zeigen und Kontakt zu Pädagog*innen und Freund*innen aufzunehmen, ist es sinnvoll, wenn die Kinder bereits ab etwa 8:00 Uhr ankommen.
Die Kinder nehmen ihre Arbeit auf, sobald sie ankommen. Dies ist spätestens um 8:15 Uhr der Fall. An allen Tagen beginnt die Schule mit mindestens zwei Stunden Freiarbeit.

Freiarbeit bedeutet, dass die Kinder den Inhalt ihrer Arbeit, ihre Arbeitspartner*in und den Arbeitsplatz frei wählen können. Ob die Kinder in diese Phase „hineingleiten“ oder ob der Beginn für die ganze Gruppe mit einem Morgenkreis markiert wird, bleibt der Einschätzung der Pädagog*innen überlassen. Bei der Arbeit wird im Flüsterton gesprochen – nur so ist es möglich, dass viele gleichzeitig an ganz unterschiedlichen Projekten arbeiten können, ohne sich zu stören.
Die Inhalte der Fächer wie Deutsch, Mathematik, Kunst, Musik oder den Naturwissenschaften
werden in der freien Arbeit in Darbietungen und Folgeaufgaben wie Übungen, Versuchen,
Referaten, Going-Outs erarbeitet.
Es gibt eine Frühstückspause im Klassenzimmer, in der die Kinder an den Tischen sitzen, in Ruhe das mitgebrachte Frühstück essen und vielleicht den Tee trinken, den jemand aus der Klasse inzwischen gekocht hat.

Der Pausenhof bietet eine Reihe von Spiel-, aber auch Rückzugsmöglichkeiten und er wird weiter im Sinne einer vorbereiteten Umgebung ausgestaltet. Es gibt gemeinsame Bereiche für Primar- und Sekundarstufenschüler, aber auch Bereiche, die den älteren Schüler*innen allein vorbehalten sind.
Fächer, die spezielle Räumlichkeiten benötigen oder Angebote, bei denen bestimmte Altersgruppen zusammengefasst werden, werden in Absprache mit unseren Fachlehrkräften geplant und durchgeführt.
Wir bieten Fachunterricht in den folgenden Bereichen: Religion, Spanisch, Musik, Informatik, Sport, Natur und Technik, Werken-Gestalten und Soziales-Technik.
Der Unterricht endet an vier Tagen für alle um 12:30 Uhr.
Mittwochs endet der Unterricht für die Erst- und Zweitklässler um 11:45 Uhr.
Dritt- und Viertklässler haben einmal in der Woche Nachmittagsunterricht, der um 14:30 Uhr endet.
Für eine Betreuung Ihres Kindes nach Unterrichtsende bieten wir am Zentrum unsere Mittagsbetreuung sowie die Betreuung im Hort an.
Lernen ist nicht auf die schulische Unterrichtszeit begrenzt. Gelernt wird von vornherein auch zu Hause: Wie man einen Kuchen bäckt, wie man einkauft, wie man etwas repariert, den Rasen mäht usw. Diese Lernformen werden während der Schulzeit bewusst gepflegt und als sinnvoll erfahren. Deshalb werden Kinder und Jugendliche an der MONTESSORI Schule immer wieder dazu aufgefordert, ihre häuslichen Lernerfahrungen in den Unterricht einzubringen und Kenntnisse weiterzugeben.
Wir erwarten, dass die Kinder sich auch außerhalb der Schule regelmäßig mit schulischen Themen und ihren Lernaufgaben beschäftigen. Das Ziel der Montessori-Pädagogik ist, dass sie das freiwillig und selbstständig tun. Es gibt keine regelmäßigen, gleichen, für alle verpflichtenden Hausaufgaben.
Neben der Arbeit gibt es immer wieder feierliche Höhepunkte, die die Klasse gemeinsam gestaltet. Das sind insbesondere die Geburtstage der einzelnen Kinder, kleine Feste zum Abschluss eines Projekts oder zu den Festtagen im Jahreslauf. Im Zusammenhang mit Projekten finden häufig Exkursionen statt. Einmal im Jahr ist jede Klasse für eine Woche in einem Schullandheim.
Der Wechsel in die 5. Klasse einer Montessori-Schule gelingt Kindern aus staatlichen Schulen in der Regel gut.
Hilfreich ist es, wenn Eltern ihr Kind vorab auf die neue Lernform vorbereiten, da es diese aus seiner Grundschulzeit noch nicht kennt. Die dazugewonnenen Freiräume sollen für das Kind nicht dauerhaft überfordern. Es soll lernen dürfen selbstständig und sicher Interessen und Beschäftigungen im Rahmen der Montessori-Pädagogik zu verfolgen und zu vertiefen.
Die Montessori-Pädagogik greift die natürlichen Entwicklungsbedürfnisse dieser Alterstufe auf. Kinder lernen mit den bewährten Montessori-Materialien, die ihnen ermöglichen, Inhalte selbstständig zu entdecken und zu verstehen. In ruhigen, konzentrierten Arbeitsphasen können sie sich intensiv mit ihren Aufgaben beschäftigen – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Lernen nachhaltig wirkt und echte Erkenntnisse entstehen.
Nach der vierten Klasse begleiten wir die Kinder weiterhin nach den gleichen pädagogischen Prinzipien, die sie vielleicht bereits aus der Grundstufe (1. bis 4. Klasse) kennen:
Schritt für Schritt übernehmen die Schülerinnen und Schüler mehr Verantwortung für ihr eigenes Lernen. Sie planen Arbeitsprozesse, reflektieren ihre Fortschritte und entwickeln zunehmend Selbstständigkeit.
In der Gemeinschaft zu lernen bedeutet auch „Gemeinschaft zu lernen“. Im Alter von 12 bis 14 Jahren gewinnen soziale Beziehungen zunehmend an Bedeutung. Am MONTESSORI Zentrum Nürnberg werden Kinder altersgemischt unterrichtet, unterstützen sich in den Lernerfahrungen gegenseitig und dürfen so erleben, dass Lernen auch ein gemeinsamer Prozess ist. Sie übernehmen schrittweise zunehmend Verantwortung für sich selbst und für die Gruppe und entwickeln dadurch ihr Gefühl für Fairness und Zusammenarbeit.
Damit schaffen wir einen Lernort, an dem Kinder ihre Fähigkeiten entfalten, Verantwortung übernehmen und mit Freude lernen können – in ihrem eigenen Tempo und eingebettet in eine lebendige Gemeinschaft.
Mit dem Übergang in die 5. Klasse wachsen die Kinder in neue Herausforderungen hinein und entwickeln ein zunehmendes Interesse an der Welt außerhalb der Schule. In einem ersten einwöchigen Praktikum können sie eigene Interessen entdecken und erste Einblicke in die außerschulische Welt gewinnen.
Darüber hinaus haben die Kinder in der Mittelstufe erstmals die Möglichkeit, Wahlpflichtfächer zu wählen, zum Beispiel differenzierten Sport, Theater, Werken & Textil oder Studierzeiten. Die Auswahl erfolgt jeweils am Ende des Schuljahres für das kommende Jahr.
Ab der 6. Klasse kann außerdem Spanisch als freiwilliges Wahlfach belegt werden.
Maria Montessori
Während ein Zeugnis in der Regelschule meist nur eine knappe Bewertung in Form von Noten darstellt, beschreiben die IzEL differenziert und ausführlich, wie sich ein Kind fachlich, persönlich und sozial entwickelt hat. Sie geben Einblick in den aktuellen Lernstand, zeigen individuelle Stärken auf und formulieren konkrete Anregungen für die nächsten Lernschritte. Dadurch entsteht ein umfassenderes Bild der Entwicklung des Kindes als es eine reine Notenübersicht leisten könnte.
Die Basis für die IzEL sind die Dokumentationen der Pädagog*innen zu Arbeitsverhalten, die Zusammenarbeit in der Gruppe sowie den individuellen Lernstand in den verschiedenen Fachbereichen. Regelmäßige Rückmeldungen helfen den Schülerinnen und Schülern, ihre eigenen Stärken zu erkennen, Herausforderungen anzunehmen und ihre Lernwege bewusst weiterzuentwickeln. Die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung wird dabei kontinuierlich gefördert.
Ein wichtiger Bestandteil dieses Rückmeldesystems sind die Lernentwicklungsgespräche. Einmal im Halbjahr findet ein gemeinsames Gespräch statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihren Eltern berichten, woran sie gearbeitet haben, welche Fortschritte sie gemacht haben und welche Ziele sie sich für die kommende Zeit setzen. Diese Gespräche werden im Unterricht sorgfältig vorbereitet, sodass die Kinder lernen, ihre eigene Entwicklung realistisch einzuschätzen und Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen.
Darüber hinaus spielen regelmäßige Elterngespräche eine wichtige Rolle. Zu einem ersten Gespräch im Schuljahr laden die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer die Eltern ein, einen zweiten Termin können die Eltern bei Bedarf selbst vereinbaren. In diesen Gesprächen tauschen sich Lehrkräfte und Eltern über den Lernstand, mögliche Herausforderungen und individuelle Fördermöglichkeiten aus. Gemeinsam wird so der Blick auf die weitere Entwicklung des Kindes gerichtet.
Die Kosten für einen Schulbesuch entnehmen Sie bitte unserer Mitgliedsbeitrags- und Gebührenordnung (MBGO). Bitte beachten Sie außerdem die Pauschale „Essen“ im Bereich Downloads.
Mitgliedsbeitrags- und Gebührenordnung (MBGO) ab 1. September 2025
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