Von der Krippe

bis zum

passenden

Abschluss

– ob Mittlere Reife,

Abitur oder

Ausbildung

swoosh05

Raum für Potenziale:

Lernen mit Freude statt Leistungsdruck.

Die 5. und 6. Klasse des MONTESSORI Zentrum Nürnberg

Nach der vierten Klasse beginnt für viele Kinder eine neue Phase – eine Zeit des Übergangs, der Orientierung und des persönlichen Wachstums. In dieser Zeit entwickeln sie ein starkes Interesse daran, ihre Welt zu verstehen: Sie stellen Fragen nach Zusammenhängen, erforschen Ursachen und Wirkungen und setzen sich zunehmend mit Themen wie Gerechtigkeit und Verantwortung auseinander. Gleichzeitig wächst ihre Vorstellungskraft, und sie entdecken mit großer Neugierde Sprache, Mathematik und die vielfältigen Strukturen unserer Welt.

Viele Eltern wünschen sich in diesem Moment eine Lernumgebung, in der ihr Kind nicht nur fachlich gefördert wird, sondern auch als Persönlichkeit wachsen kann.

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Entwicklungsgerechtes Lernen

Die Montessori-Pädagogik greift die natürlichen Entwicklungsbedürfnisse dieser Alterstufe auf. Kinder lernen mit den bewährten Montessori-Materialien, die ihnen ermöglichen, Inhalte selbstständig zu entdecken und zu verstehen. In ruhigen, konzentrierten Arbeitsphasen können sie sich intensiv mit ihren Aufgaben beschäftigen – eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Lernen nachhaltig wirkt und echte Erkenntnisse entstehen.

Nach der vierten Klasse begleiten wir die Kinder weiterhin nach den gleichen pädagogischen Prinzipien, die sie vielleicht bereits aus der Grundstufe (1. bis 4. Klasse) kennen:

Schritt für Schritt übernehmen die Schülerinnen und Schüler mehr Verantwortung für ihr eigenes Lernen. Sie planen Arbeitsprozesse, reflektieren ihre Fortschritte und entwickeln zunehmend Selbstständigkeit.

 

Der Wechsel in die 5. Klasse einer Montessori-Schule gelingt Kindern aus staatlichen Schulen in der Regel gut. Hilfreich ist es, wenn Eltern ihr Kind vorab auf die neue Lernform vorbereiten, da es diese aus seiner Grundschulzeit noch nicht kennt. Die dazugewonnenen Freiräume sollen für das Kind nicht dauerhaft überfordern. Es soll lernen dürfen selbstständig und sicher Interessen und Beschäftigungen im Rahmen der Montessori-Pädagogik zu verfolgen und zu vertiefen.

Lernen mit- und voneinander

In der Gemeinschaft zu lernen bedeutet auch „Gemeinschaft zu lernen“. Im Alter von 12 bis 14 Jahren gewinnen soziale Beziehungen zunehmend an Bedeutung. Am MONTESSORI Zentrum Nürnberg werden Kinder altersgemischt unterrichtet, unterstützen sich in den Lernerfahrungen gegenseitig und dürfen so erleben, dass Lernen auch ein gemeinsamer Prozess ist. Sie übernehmen schrittweise zunehmend Verantwortung für sich selbst und für die Gruppe und entwickeln dadurch ihr Gefühl für Fairness und Zusammenarbeit.

Damit schaffen wir einen Lernort, an dem Kinder ihre Fähigkeiten entfalten, Verantwortung übernehmen und mit Freude lernen können – in ihrem eigenen Tempo und eingebettet in eine lebendige Gemeinschaft.

Eröffnung neuer Erfahrungsräume

Mit dem Übergang in die 5. Klasse wachsen die Kinder in neue Herausforderungen hinein und entwickeln ein zunehmendes Interesse an der Welt außerhalb der Schule. In einem ersten einwöchigen Praktikum können sie eigene Interessen entdecken und erste Einblicke in die außerschulische Welt gewinnen.

Darüber hinaus haben die Kinder in der Mittelstufe erstmals die Möglichkeit, Wahlpflichtfächer zu wählen, zum Beispiel differenzierten Sport, Theater, Werken & Textil oder Studierzeiten. Die Auswahl erfolgt jeweils am Ende des Schuljahres für das kommende Jahr.

Ab der 6. Klasse kann außerdem Spanisch als freiwilliges Wahlfach belegt werden.

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Über die MONTESSORI Schule Nürnberg

Unsere drei Mittelstufenklassen (5. und 6. Klassen) mit i. d. R. 25 Schüler*innen pro Klasse sind jahrgangsgemischt organisiert und werden im Ganztag von einer Klassenlehrkraft und einer weiteren Co-Lehrkraft geführt.

Die Unterrichtszeiten sind

Die altersgemischten Gruppen fördern Zusammenarbeit, gegenseitige Unterstützung und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

MONTESSORI Schule Nürnberg
Musikalische Grundschule Bayern
Die Primarstufe der MONTESSORI Schule Nürnberg ist als Musikalische Grundschule ausgezeichnet.
Stadt Nürnberg
gefördert durch die Stadt Nürnberg
Förderung durch Erasmus+
Förderung des Auslandsaufenthaltes und der europäischen Begegnungen unserer Schüler*innen in und mit Tschechien
MFK Bestandsgebäude außen - T. Riese

FaN ist "montessorisch" für Hausaufgaben: Über einen Quereinstieg ans Zentrum nach insgesamt neuneinhalb Jahren Erfahrung mit einer Sprengelschule in der Südstadt

Von der intensiven Südstadt-Klasse zur ruhigen Montessori-Umgebung: Ein Kind wechselt nach drei Jahren Grundschule in eine Montessori-Klasse. Was verändert sich? Der Schulweg, die Hausaufgaben, der Umgang mit Konflikten und Privilegien. Und: Wie erleben Eltern und Kind diese Transition? Eine Mutter berichtet.
"Mama, ich vermisse meine alte Schule." Der Satz lässt mich aufhorchen. "Was meinst du damit vielleicht deine Freunde?" "Ja, die fehlen mir auch. Aber was ich meine, ist was anderes: das Wilde an der "Wolken­schule" und dass immer etwas los war. Jetzt ist es eher so ruhig. Ach, ich weiß auch nicht". Seit wenigen Wochen besucht unser Kind die dritte Klasse am Zentrum.

Es ist vieles neu. aufregend, braucht Zeit. Der Weg zur Schule und zurück - etwa eine halbe Stunde - erfolgt vorerst In Begleitung. Der alte Schulweg war bloß sieben Minuten zu Fuß. doch diese hatten es in sich: Müllabfuhr, Straßenkehrer mit Laubbläsern. Liefer-Lkws. Hundehaufen. Ein Jump-and-Run am Morgen - und dennoch blieb Zeit für Gespräche.

Jetzt dagegen: eine vollgestopfte Tram vom Hauptbahnhof. deren Inhalt erst am Ostbahnhof ausströmt. Ich sehe die Überforderung meines Kindes angesichts der Fülle von Eindrücken und hoffe: Wird schon werden. Nur die Elterntaxis direkt vor der Schule gleichen sich an beiden Orten. Hupen hier. Recht des Schnelleren da.
Black-Box: Erste Klasse in der Sprengelschule
Die alte Grundschule gehört zu den größten Nürnbergs, m einem engen, vielschichtigen Viertel. Die Schule ist wuselig. vielsprachig. wie eine Black-Box. Der Bildungsauftrag bleibt beiderseits oft am Schultor hängen - nicht aus Desinteresse, sondern aufgrund fehlender Strukturen, Ressourcen und Zeit. Schön und blöd gleichzeitig, wenn die erste Klas­senleitung nach drei Monaten selbst ein Kind erwartet und ihre 1f und damit auch unser Kind auf Vertretungen, mobile Reserven und sonstige Aufteilungsschemata verschoben wird. Bedeutet das "Alles Gute in der Schule, jetzt beginnt der Ernst des Lebens?"

Am Ende des ersten Schuljahres an der Wolkenschule stellt sich uns die Frage: Wie geht es weiter? Die Zeugnisse noch von der Ursprungslehre­rin unterzeichnet - obwohl sie sich doch um ihr Baby kümmert Ob die Klasse aufgeteilt wird oder eme neue Klassenleitung gefunden werden kann. bleibt über die Sommerferien unklar
Harte Realität bei Schulausflügen
In der zweiten Klasse darf ich bei der neuen Klassenleitung hospitieren. Ich bin erstaunt als ein Kind nach vorne geht um die Klasse zu Beginn des Unterrichts anzuleiten: Körperarbeit. Tapsen. Body-Mind-Work.

Ich biete an, Ausflüge zu begleiten. Auf dem Weg zur Kinderweihnacht an der Heubrücke plötzich Massenauflauf: "Was sind das für Tiere auf dem Wasser? Boah, ich war hier noch nie Ist das noch Aufseßplatz?" Die Klassenleitung raunt mir zu: "Viele Kinder kennen nur die Schule und ihr Zuhause."

Auf der Kinderweihnacht zeigt sich die harte Realität. Mit fünf Euro Taschengeld kommt man hier nicht weit. Kerzen in Farbwachs tauchen oder Pommes - beides zusammen geht nicht. Beim Sommer-Wander­tag die gleiche Erkenntnis: Mit einem Euro kann ich mir nichts mehr am Kiosk kaufen. Was ich theoretisch weiß. bekommt hier ein trauriges Kindergesicht
Verdichtete soziale Faktoren
Mein Kind kommt zu mir: "Die streiten und haben sich geprügelt weil Pikachu sich kein Eis kaufen kann, weil er dem Grüffelo vorhin Geld gegeben hat damit der sich ein Eis kaufen kann. Hast du nicht was?"
Ich sehe das Dilemma und will zum Geldbeutel greifen. Ein Lehrer sagt: Ich würde auch, aber wo fangen wir an und wo endet es? Er nimmt den schreienden Pikachu ein Stück mit setzt sich zusammen mit ihm hin und hält dessen traurige Wut mit aus.

Später recherchiere ich: In Nürnberg hat rund die Hälfte der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. In der Südstadt - also in Quartieren wie Steinbühl. Galgenhof und Gibitzenhof - verdichten sich soziale Faktoren, die weit über die Herkunft hinausgehen: enge Wohnverhältnisse, hohe Mieten, prekäre Beschäftigung, Alleinerziehende, Senior*innen mit kleinen Renten, fehlende Grünflächen und ständige Fluktuation. Diese Viertel galten schon in den 1990er Jahren im Programm "Soziale Stadt als Gebiete mit besonderem Entwicklungsbedarf" - dicht bebaut, laut, wenig Platz, aber mit viel Leben. Syrien, die Umzugs- bzw. Freizü­gigkeitsregelungen für Rumänien und Bulgarien und der Ukraine-Krieg sowie eine Pandemie waren da noch weit weg.
Pädagogisches Personal am Limit
Wer aus dieser Welt In eine Montessori-Schule kommt. betritt ein anderes System: geordneter, zugewandter, privilegierter. Selbst das kopflose Krokodil am Eingang wirkt tiefenentspannt. Das ist kein Vorwurf, nur Beobachtung. Hinter Jeder vorbereiteten Umgebung steht auch ein Privileg: Zeit. Geld, Raum, kindgerechtes Umfeld. Maria Montessori spricht von der "vorbereiteten Umgebung als Raum, In dem Kinder selbststän­dig arbeiten können".

In der Südstadt bedeutet das oft: heiße Sommer, Hausi am Küchentisch, Wohnen als Zwischenstadion, nur Platz auf der Warteliste statt Hort, pädagogisches Personal am Limit.

Und dennoch: An keinem Platz der Stadt sind mehr Kinder in Gruppen ohne Erwachsene unterwegs als am Aufseßplatz oder im Annapark. Sie treffen sich. spielen Fußball. Basketball. sind schwer begeistert von den Brunnen, besonders wenn die Sonne auf Beton knallt und das bisschen Wiese rund um den Maffei· oder Melanchthonplatz versengt wird.
Ständiger Lehrkraftwechsel
Auch die Freiarbeit ist unterschiedlich geprägt. Im Monte-Kosmos ist sie individuell. selbstbestimmt begleitet von erfahrenen Pädagog*innen. In der Südstadt heißt es dagegen: Sich selbst organisieren. Nach dem ers­ten Jahr an der Wolkenschule, zwischen drei mobilen Reserven galt die 1f unseres Kindes als schwierig, wild und ungebändigt. Wen wundert es, wenn man 6- bis 9-Jähnge so hin und her schiebt?

Die Lehrkraft der zweiten Klasse meinte Im Elterngespräch irgendwann: "Ich gebe die Kinder nicht auf." Ihrem Engagement wurde am Ende des Schuljahres mit Tränen gedankt. Aber Kontinuität war nicht gegeben. In Jahr drei erlebten wir einen pädagogischen Backlash mit neuer Klas­senleitung, präsentiert von 1960: "Ich lass die Kinder gerne so lange von der Tafel abschreiben. bis es sitzt. Sport lassen wir heute ausfallen, weil Schneewittchen und Balu vorhin laut waren."
Wechsel ans Zentrum
Das war ein Wendepunkt für uns, da wir seit dem Schuleintritt unseres ersten Kindes vor fast neun Jahren überzeugt von einem Sprengelschul­besuch waren. Dank des Tipps einer befreundeten Familie und eines "Tages der offenen Tür" am Zentrum folgte die Hospitation im Dezember und der Neustart als quereinsteigendes Kind im Januar.

Montessori-Schulen stellen das Lernen vom Kopf auf die Füße und geben es zum Begreifen m die Hand: Kinder handeln an Materialien, forschen, probieren aus. Sie lernen Verantwortung statt Anweisung. Es ist balanciert lebendig, ein Geschenk - und zeigt. was möglich ist, wenn Bildung Raum und Zuwendung bekommt. Oder wie es unser Kind kürzlich selbstbestimmt in den Raum rief: "Mama, FaN ist montessorisch für Hausaufgaben und da backe ich jetzt was! Das ist viel besser als Mathe-Übungsblatt."

Montesson klingt für Außenstehende oft nach Edelpädagogik in Holz­optik Doch das Prinzip ist radikal demokratisch: Bildung für Selbstbe­stimmung, Gemeinschaft und Verantwortung. Als Eltern mit stabilen Einkommen und soziokulturellem Kapital dürfen wir das ruhig wissen - und nutzen.

Gleichzeitig vergessen wir die andere Seite nicht. In Stadtteilen, in denen Menschen etwas mehr kämpfen müssen. entstehen auch Kompetenzen, Widerstandskraft. Humor (Google Lago di Aufseß), Unangepasstheit. Vielleicht die geheime Ergänzung zu Mana Montes­sori. Das eine zeigt dass Lernen Freiheit braucht - das andere, dass Frei­heit ohne Halt nur schwer trägt. Und lernen passiert überall: zwischen Holzregalen oder zwischen BUT-Gutschein und Bolzen auf asphaltgrauem Boden.

Text: Susanne F.-H.

Montessori-Materialien sind spezielle von der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori entwickelte Lernmaterialien.

Es existieren verschiedene Materialien für das Erlernen von Mathematik, Geografie oder Satzbau und Grammatik. Das Material wird immer unter dem Aspekt eingesetzt, die Ausbildung des Willens, also die Selbstständigkeit des Kindes zu fördern, indem es die Möglichkeit erhält, durch eigene Entdeckungen und Handlungen in seinem individuellen Tempo zu lernen.

In erster Linie dient das Material dazu, zur Konzentration auf das Thema zu führen, aber ebenso bildet die Arbeit damit Denkstrukturen und Transferleistungen aus, die Grundlage weiteren Lernens und Erforschens sind. Der Umgang mit Montessori-Material führt zu Konzentration und schult die Feinmotorik.

Einen Eindruck davon, wie Kinder mit dem Montessori-Material lernen, finden Sie unter anderem in zahlreichen Online-Videos. Hier sehen Sie beispielsweise eine Erklärung des Satzsterns.

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Mehr Informationen

Alles Material, das wir einsetzen, wird kritisch darauf überprüft, ob es den Ansprüchen genügt, die wir an Montessori-Material stellen:

„Das Lernen ist einer wesentlichen Bedingung unterworfen, nämlich, dass der Lernende Kenntnisse erfahren will, so dass seine Aufmerksamkeit angibt, was ihn interessiert. Seine psychische Aktivität ist die unentbehrliche Voraussetzung für jeden Erfolg.“

Maria Montessori

Schulleben - Ein Tag in der Mittelstufe

Morgens zwischen 08:00 Uhr und 08:15 Uhr
Ankommen

Damit die Kinder vor dem Unterrichtsbeginn noch Zeit haben einander von den Erlebnissen auf dem Schulweg zu berichten, ihre Freiarbeit am nachmittag zu zeigen und Kontakt zu Pädagog*innen und Freund*innen aufzunehmen, ist es sinnvoll, wenn die Kinder bereits ab etwa 8:00 Uhr ankommen.

Morgens zwischen 08:00 Uhr und 08:15 Uhr
8:15 Uhr
Unterrichtsbeginn

Die Kinder nehmen ihre Arbeit auf, sobald sie ankommen. Dies ist spätestens um 8:15 Uhr der fall. An allen Tagen beginnt die Schule mit mindestens zwei Stunden Freiarbeit.

8:15 Uhr
Freiarbeit

Freiarbeit bedeutet, dass die Kinder den Inhalt ihrer Arbeit, ihre Arbeitspartner*in und den Arbeitsplatz frei wählen können. Ob die Kinder in diese Phase „hineingleiten“ oder ob der Beginn für die ganze Gruppe mit einem Morgenkreis markiert wird, bleibt der Einschätzung der Pädagog*innen überlassen. Bei der Arbeit wird im Flüsterton gesprochen – nur so ist es möglich, dass viele gleichzeitig an ganz unterschiedlichen Projekten arbeiten können, ohne sich zu stören.

Die Inhalte der Fächer wie Deutsch, Mathematik, Kunst, Musik oder den Naturwissenschaften
werden in der freien Arbeit in Darbietungen und Folgeaufgaben wie Übungen, Versuchen,
Referaten, Going-Outs erarbeitet.

Frühstückspause

Es gibt eine Frühstückspause im Klassenzimmer, in der die Kinder an den Tischen sitzen, in Ruhe das mitgebrachte Frühstück essen und vielleicht den Tee trinken, den jemand aus der Klasse inzwischen gekocht hat.

10:30 Uhr bis 11:00 Uhr
Hofpause für die gesamte Schule

Der Pausenhof bietet eine Reihe von Spiel-, aber auch Rückzugsmöglichkeiten und er wird weiter im Sinne einer vorbereiteten Umgebung ausgestaltet. Es gibt gemeinsame Bereiche für Primar- und Sekundarstufenschüler, aber auch Bereiche, die den älteren Schüler*innen allein vorbehalten sind.

10:30 Uhr bis 11:00 Uhr
Fachunterricht

Fächer, die spezielle Räumlichkeiten benötigen oder Angebote, bei denen bestimmte Altersgruppen zusammengefasst werden, werden in Absprache mit unseren Fachlehrkräften geplant und durchgeführt.

Wir bieten Fachunterricht in den folgenden Bereichen: Religion, Spanisch, Musik, Informatik, Sport, Natur und Technik, Werken-Gestalten und Soziales-Technik.

11:45 / 12:30 / 14:30 Uhr
Unterrichtsende

Der Unterricht endet an vier Tagen für alle um 12:30 Uhr.
Mittwochs endet der Unterricht für die Erst- und Zweitklässler um 11:45 Uhr.

Dritt- und Viertklässler haben einmal in der Woche Nachmittagsunterricht, der um 14:30 Uhr endet.

Für eine Betreuung Ihres Kindes nach Unterrichtsende bieten wir am Zentrum unsere Mittagsbetreuung sowie die Betreuung im Hort an.

11:45 / 12:30 / 14:30 Uhr
Freiarbeit am Nachmittag (FaN)

Lernen ist nicht auf die schulische Unterrichtszeit begrenzt. Gelernt wird von vornherein auch zu Hause: Wie man einen Kuchen bäckt, wie man einkauft, wie man etwas repariert, den Rasen mäht usw. Diese Lernformen werden während der Schulzeit bewusst gepflegt und als sinnvoll erfahren. Deshalb werden Kinder und Jugendliche an der MONTESSORI Schule immer wieder dazu aufgefordert, ihre häuslichen Lernerfahrungen in den Unterricht einzubringen und Kenntnisse weiterzugeben.

Wir erwarten, dass die Kinder sich auch außerhalb der Schule regelmäßig mit schulischen Themen und ihren Lernaufgaben beschäftigen. Das Ziel der Montessori-Pädagogik ist, dass sie das freiwillig und selbstständig tun. Es gibt keine regelmäßigen, gleichen, für alle verpflichtenden Hausaufgaben.

Besondere Ereignisse

Neben der Arbeit gibt es immer wieder feierliche Höhepunkte, die die Klasse gemeinsam gestaltet. Das sind insbesondere die Geburtstage der einzelnen Kinder, kleine Feste zum Abschluss eines Projekts oder zu den Festtagen im Jahreslauf. Im Zusammenhang mit Projekten finden häufig Exkursionen statt. Einmal im Jahr ist jede Klasse für eine Woche in einem Schullandheim.

Virtueller Rundgang im Gebäude der Primarstufe

Statt eines klassischen Notenzeugnisses erhalten die Kinder an unserer Schule „Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess (IzEL)“.

Während ein Zeugnis in der Regelschule meist nur eine knappe Bewertung in Form von Noten darstellt, beschreiben die IzEL differenziert und ausführlich, wie sich ein Kind fachlich, persönlich und sozial entwickelt hat. Sie geben Einblick in den aktuellen Lernstand, zeigen individuelle Stärken auf und formulieren konkrete Anregungen für die nächsten Lernschritte. Dadurch entsteht ein umfassenderes Bild der Entwicklung des Kindes als es eine reine Notenübersicht leisten könnte.

Die Basis für die IzEL sind die Dokumentationen der Pädagog*innen zu Arbeitsverhalten, die Zusammenarbeit in der Gruppe sowie den individuellen Lernstand in den verschiedenen Fachbereichen. Regelmäßige Rückmeldungen helfen den Schülerinnen und Schülern, ihre eigenen Stärken zu erkennen, Herausforderungen anzunehmen und ihre Lernwege bewusst weiterzuentwickeln. Die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung wird dabei kontinuierlich gefördert.

Ein wichtiger Bestandteil dieses Rückmeldesystems sind die Lernentwicklungsgespräche. Einmal im Halbjahr findet ein gemeinsames Gespräch statt, bei dem die Schülerinnen und Schüler ihren Eltern berichten, woran sie gearbeitet haben, welche Fortschritte sie gemacht haben und welche Ziele sie sich für die kommende Zeit setzen. Diese Gespräche werden im Unterricht sorgfältig vorbereitet, sodass die Kinder lernen, ihre eigene Entwicklung realistisch einzuschätzen und Verantwortung für ihren Lernprozess zu übernehmen.

Darüber hinaus spielen regelmäßige Elterngespräche eine wichtige Rolle. Zu einem ersten Gespräch im Schuljahr laden die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer die Eltern ein, einen zweiten Termin können die Eltern bei Bedarf selbst vereinbaren. In diesen Gesprächen tauschen sich Lehrkräfte und Eltern über den Lernstand, mögliche Herausforderungen und individuelle Fördermöglichkeiten aus. Gemeinsam wird so der Blick auf die weitere Entwicklung des Kindes gerichtet.

Aufnahmeverfahren

Alle Kinder, die in eine der üblichen Grundschulen eingeschult werden könnten, können auch die MONTESSORI Schule besuchen. Dazu gehören auch Kinder mit Behinderung. Es ist uns dabei wichtig, dass deren Eltern sich für das MONTESSORI Konzept entscheiden und zu Hause nach ähnlichen Prinzipien erziehen.

Für Kinder, welche ab der 5. Klasse an die MONTESSORI Schule Nürnberg wechseln möchten, gibt es immer wieder einzelne Plätze, welche durch Wegzug der Familie o. Ä. verfügbar werden. Für das Schuljahr 2026/2027 planen wir die Eröffnung einer zusätzlichen 5. Klasse mit 25 Plätzen, welche neu besetzt werden können. Nehmen Sie bei Interesse an einem Quereinstieg gerne Kontakt zu uns auf.

Gerne können interessierte Eltern die Informationsmöglichkeiten beim Tag der Offenen Tür oder das Scola-Angebot nutzen.

Kosten

Die Kosten für einen Schulbesuch entnehmen Sie bitte unserer Mitgliedsbeitrags- und Gebührenordnung (MBGO). Bitte beachten Sie außerdem die Pauschale „Essen“ im Bereich Downloads.

Mitgliedsbeitrags- und Gebührenordnung (MBGO) ab 1. September 2025