Übertritte

Wenn wir den Grundgedanken der Montessori-Pädagogik folgen könnten, würde es dieses "Ende der Grundschulzeit" nicht geben, sondern stattdessen eine Schule für ALLE, die dann wirklich alle bis zur zehnten oder zwölften Klasse besuchen.

In Bayern – wie in vielen anderen Bundesländern auch – fällt jedoch die Entscheidung für die weitere Schullaufbahn nach der vierten Klasse.

Informationen zu möglichen Schullaufbahnen und den unterschiedlichen schulischen Angeboten bekommen die Eltern beim "Beratungsabend zur Schullaufbahn", der jährlich im November stattfindet.

  • Die Eltern werden über unser Konzept zum Übertritt jeweils im Oktober informiert; die Beratung für jedes einzelne Kind findet in den Monaten Januar und Februar in einem Elterngespräch statt.
  • Für jedes einzelne Kind wird anhand der Stärken des Kindes, der Beobachtungen aus dem Unterricht und zu Hause und der vorhandenen Leistungsdokumentation mit den Eltern besprochen, was als nächster Schritt in der Schullaufbahn empfohlen werden kann.
  • Kinder, die nach der vierten Klasse auf ein Gymnasium oder eine Realschule wechseln wollen, müssen den Stoff der Grundschule bis Pfingsten erarbeitet haben, da dann die Aufnahmeprüfungen stattfinden. Diese Prüfung müssen die Kinder absolvieren, da die MONTESSORI Schule eine staatlich genehmigte (keine "anerkannte") Schule ist und wir keine Zensuren erteilen.
  • Kinder, die in die MONTESSORI Sekundarstufe wechseln, haben bis zum Ende der vierten Klasse Zeit, den nötigen Stoff zu erarbeiten.
  • Die Kinder, die an ein Gymnasium übertreten möchten, müssen bereit und fähig sein, sich weitgehend aus eigener Kraft und eigenem Willen auf die Prüfungen vorzubereiten. Von den PädagogInnen bekommen sie Anleitungen dafür.

Die Ziele der MONTESSORI Schule verbieten es, den Unterricht in den Klassen an einem "Übertritt ans Gymnasium" auszurichten. Im Mittelpunkt steht bei uns die Gleichwertigkeit und Gleichrangigkeit aller Kinder. Von daher geht es darum, jedes einzelne Kind in seinen persönlichen Stärken zu fördern und vor allem die Lernbereitschaft weiter auszuschöpfen, die in der späten Kindheit bis zur 6. Klasse stark zunimmt.