Informationen zum Entwicklungs- und Lernprozess (IzEL) statt Zeugnis

In der Grundschule können die Kinder zunächst nur in geringem Maß ihre eigene Arbeit dokumentieren. Sie führen z.B. ein Heft, in das sie regelmäßig ihre "Freiarbeit am Nachmittag" eintragen und im Lauf der Zeit lernen, das differenziert und übersichtlich zu tun.

Sobald sie schreiben können, beginnen sie ihre Arbeit in der Schule auf Karteikarten zu dokumentieren. Ein Großteil der Dokumentation muss aber noch von den PädagogInnen übernommen werden: Sie führen Beobachtungsbögen über Arbeits- und Sozialverhalten der Kinder. Sie geben ihnen Rückmeldungen, leiten sie zur Selbsteinschätzung an und schreiben zum Schuljahresende Zeugnisbriefe an das Kind, in denen die Beobachtungen zum Arbeits- und Sozialverhalten, zum Kenntnisstand in den einzelnen Fachbereichen sowie Anregungen zur weiteren Arbeit zusammengefasst sind. Jeweils zum Halbjahr findet ein Zeugnisgespräch statt, bei dem das Kind seinen Eltern berichtet, was es gelernt hat, wie es ihm in der Schule geht und welche Ziele es sich für das nächste Halbjahr setzt. Den Zeugnisgesprächen geht eine intensive Reflexions- und Vorbereitungszeit in der Klasse voraus. Die Fähigkeit zur Selbsteinschätzung wird dabei gestärkt, die Motivation der Kinder bleibt erhalten. Bei zusätzlichen Elterngesprächen sprechen LehrerInnen und Eltern über eventuelle Lernschwierigkeiten und LehrerInnen geben Tipps zur Vermittlung von Lerninhalten.

Eine wichtige Rolle spielen an unserer Schule regelmäßige Elterngespräche. Zu einem ersten Gespräch im Jahr werden die Eltern von den KlassenlehrerInnen eingeladen, den zweiten Termin vereinbaren die Eltern selbst.